Google Ads ist heutzutage in nahezu jeder Online Marketing Strategie ein unverzichtbares Instrument, um gezielt potenzielle Kunden anzusprechen. Doch selbst erfahrene Werbetreibende begehen immer wieder Fehler, die den Erfolg ihrer Kampagnen beeinträchtigen können.
Inhalt
In diesem Artikel stellen wir dir die zehn häufigsten Google Ads Fehler vor und geben dir wertvolle Tipps, wie du diese zukünftig vermeiden kannst, um das volle Potenzial deiner Werbebudgets auszuschöpfen.
1. Vernachlässigung der Keyword-Recherche: Die Basis deiner Kampagnen
Eine fundierte Keyword-Recherche bildet das Fundament jeder erfolgreichen Google Ads Kampagne. Es reicht nicht aus, nur oberflächliche Keywords auszuwählen. Nutze Keyword-Recherche-Tools, um relevante Begriffe zu identifizieren, Trends zu analysieren und die Konkurrenz zu beobachten. Je genauer deine Keywords auf die Interessen deiner Zielgruppe abgestimmt sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für qualifizierte Klicks.
Hier sind bewährte Tools für die Keyword-Recherche bei Google Ads:
Google Keyword Planner Das Google Keyword Planner Tool ist direkt in Google Ads integriert und bietet Schätzungen zu Suchvolumen, Wettbewerb und empfohlenen Geboten. Für bestehende Kampagnen ist außerdem der Suchbegriffsbericht in Google Ads selbst die wichtigste Quelle — er zeigt, welche tatsächlichen Suchanfragen deine Anzeigen ausgelöst haben.
AnswerThePublic AnswerThePublic visualisiert Fragen und Suchanfragen rund um ein Thema und hilft dabei, den Suchintent deiner Zielgruppe besser zu verstehen.
Ahrefs / SEMrush Für tiefere Analysen, Wettbewerbsvergleiche und präzise Volumendaten sind kostenpflichtige Tools wie Ahrefs oder SEMrush die zuverlässigere Wahl gegenüber kostenlosen Alternativen.
Diese Tools bieten einen guten Einstieg in die Keyword-Recherche, aber beachte, dass kostenpflichtige Tools oft erweiterte Funktionen und detailliertere Daten bieten können. Je nach den Anforderungen deiner Kampagne und deinem Budget könntest du auch in Erwägung ziehen, kostenpflichtige Optionen wie Ahrefs, SEMrush oder Moz Keyword Explorer zu nutzen.
Lies auch gerne unseren Artikel “Keyword-Recherche für Google Ads – Tipps und Tricks”, um zukünftig noch effektivere Keyword-Recherchen durchführen zu können!
2. Google Ads Fehler: Unklare Anzeigenziele
Eine klare Definition deiner Anzeigenziele ist entscheidend. Möchtest du Verkäufe steigern, Leads generieren oder die Markenbekanntheit erhöhen? Jedes Ziel erfordert eine maßgeschneiderte Strategie. Setze klare Conversion-Ziele, um den Erfolg deiner Kampagnen genau zu messen und deine Budgets gezielter einzusetzen.
Hier sind einige Tipps, um klare Conversion-Ziele zu definieren und deine Strategie zu optimieren:
Identifiziere deine Hauptziele
Bevor du eine Kampagne erstellst, überlege genau, was du mit deinen Anzeigen erreichen möchtest. Soll die Aufmerksamkeit auf ein neues Produkt gelenkt werden, oder möchtest du direkte Verkäufe generieren? Die Identifizierung der Hauptziele gibt die Richtung für deine gesamte Kampagnenstrategie vor.
Setze SMART-Ziele
SMART steht für spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden. Deine Ziele sollten diese Kriterien erfüllen, um klar definiert und effektiv gemessen werden zu können. Beispielsweise könnte ein SMART-Ziel lauten: „In den nächsten drei Monaten die Online-Verkäufe um 20% steigern.“
Passe deine Strategie an das Ziel an
Die Art deiner Conversion-Ziele beeinflusst die Ausrichtung deiner Anzeigen und die Auswahl der relevanten Keywords. Wenn du beispielsweise Verkäufe steigern möchtest, sind Keywords mit direktem kaufbezogenem Bezug wichtig (z.B. Sofatisch online kaufen). Bei Lead-Generierung könnten Keywords, die auf Informationsanfragen abzielen, entscheidend sein.
Verwende klare Handlungsaufforderungen (CTAs)
Deine Anzeigen sollten klare und ansprechende Handlungsaufforderungen enthalten. Wenn das Ziel beispielsweise darin besteht, dass Nutzer ein Produkt kaufen, verwende CTA-Formulierungen wie „Jetzt online kaufen“ oder. Für die Lead-Generierung sind Formulierungen wie „Kostenlose Beratung anfordern“ oder “Jetzt Rückruf anfordern” effektiv.
3. Google Ads Fehler: Ignorieren von Assets
Assets (früher: Anzeigenerweiterungen) werden viel zu oft unterschätzt. Mit Assets stellst du Nutzern zusätzliche Informationen bereit — Standort, Rufnummer, Sitelinks, Bilder oder Preise — und nimmst gleichzeitig mehr Platz in den Suchergebnissen ein. Dadurch wirkt deine Anzeige auffälliger und relevanter, was sich direkt positiv auf die Klickrate auswirkt. Google bewertet die Nutzung von Assets außerdem im Anzeigenrang — wer Assets ignoriert, verschenkt hier bares Geld.
Beispiel für Anzeige ohne Assets, bzw. nur Logo-Asset:
Beispiel für eine Anzeige mit Logo- und Bild-Asset:
4. Google Ads Fehler: Nicht optimierte Landingpage
Eine gut gestaltete Anzeige allein reicht nicht aus. Die Zielseite muss ebenso überzeugend sein. Stelle sicher, dass sie relevante Informationen enthält, benutzerfreundlich ist und klare Handlungsaufforderungen bietet. Eine schlecht optimierte Zielseite kann selbst die vielversprechendste Anzeige zunichte machen.
Welche Kriterien sind relevant für eine optimierte Landingpage?
Folgende Kriterien solltest du bei der Gestaltung deiner Landingpage berücksichtigen:
1. Relevanz
Die Landingpage sollte direkt mit der Anzeige verknüpft sein, auf die der Nutzer geklickt hat. Die Informationen auf der Landingpage sollten die Erwartungen wecken, die durch die Anzeige geschaffen wurden. Je relevanter die Seite ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Nutzer bleibt und konvertiert.
2. Klarer Call-to-Action (CTA)
Die Landingpage sollte eine klare Handlungsaufforderung enthalten, die den Nutzer dazu ermutigt, die gewünschte Aktion auszuführen, sei es ein Kauf, eine Anmeldung oder eine Kontaktaufnahme. Der CTA sollte auffällig, gut platziert und ansprechend sein.
3. Benutzerfreundlichkeit
Die Seite sollte einfach zu navigieren sein. Vermeide unnötige Ablenkungen und sorge dafür, dass die wichtigsten Elemente, wie der CTA-Button, leicht erkennbar sind. Kürzere Ladezeiten tragen ebenfalls zur Benutzerfreundlichkeit bei.
4. Mobile Optimierung
Da immer mehr Nutzer über mobile Geräte auf das Internet zugreifen, ist eine mobile Optimierung der Landingpage entscheidend. Stelle sicher, dass die Seite auf verschiedenen Bildschirmgrößen gut aussieht und einfach zu bedienen ist.
5. Überzeugende Überschrift und Inhalte
Die Überschrift sollte die Aufmerksamkeit des Nutzers sofort erfassen und das Angebot klar kommunizieren. Die Inhalte sollten prägnant, überzeugend und leicht verständlich sein. Nutze ansprechende Bilder oder Grafiken, um die Botschaft zu unterstützen.
6. Schnelle Ladezeiten
Eine zügige Ladezeit ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Nutzer nicht ungeduldig werden und die Seite verlassen. Optimiere Bilder und andere Ressourcen, um die Ladezeiten zu minimieren.
5. Ignorieren von A/B-Tests: Kontinuierliche Optimierung für maximale Effizienz
A/B-Tests sind unerlässlich, um die Wirksamkeit deiner Anzeigen zu maximieren. Experimentiere mit verschiedenen Überschriften, Beschreibungen und Zielseiten, um herauszufinden, welche Kombination die besten Ergebnisse erzielt. Regelmäßige Tests ermöglichen es dir, deine Anzeigen kontinuierlich zu verbessern und den sich ändernden Marktbedingungen anzupassen.
In unserem Artikel “A/B-Tests für Google Ads: So geht’s!” erklären wir dir im Detail, wie du A/B-Tests bei Google Ads richtig aufsetzt.
6. Google Ads Fehler: Unzureichende Budgetplanung
Eine sorgfältige Budgetplanung ist entscheidend für den Erfolg deiner Kampagnen. Überlege, wie viel du pro Monat ausgeben kannst und möchtest und setze dann ein realistisches Tagesbudget.
Das Monatsbudget für Google Ads berechnest du übrigens indem du das Tagesbudget mit 30,4 multiplizierst.
Bei einem Tagesbudget von 50,00 € würdest du demnach monatlich höchstens 1.520 € ausgeben. Mit Betonung auf höchstens, denn das Budget wird nicht immer zwingend ausgereizt.
Der Leistungsplaner von Google Ads kann dir dabei helfen das ideale Budget für deine Kampagnen zu errechnen. Ist dein Budget zu niedrig, kannst du natürlich trotzdem deine Anzeigen schalten, musst jedoch damit rechnen, dass deine Anzeigen nur eingeschränkt ausgespielt werden können und du nicht das volle Potenzial ausschöpfen kannst.
7. Du schließt keine Suchbegriffe aus
Durch das Ausschließen irrelevanter Suchanfragen verhinderst du, dass deine Anzeigen für nicht interessierte Nutzer angezeigt werden. Durch eine gezielte und präzise Verwaltung der Suchbegriffe vermeidest du nicht nur Streuverluste, sondern optimierst auch die Effizienz deiner Anzeigen und maximierst die Wahrscheinlichkeit, qualifizierte Klicks und Conversions zu erhalten.
Die Suchbegriffe, durch die deine Anzeigen ausgelöst wurden, findest du in Google Ads unter dem Reiter Keywords -> Suchbegriffe.
Idealerweise schließt du die Suchbegriffe auf Anzeigengruppenebene aus. Hast du vorher nicht nach Kampagne und Anzeigengruppe gefiltert, siehst du in einer Liste alle Suchbegriffe für alle Kampagnen und Anzeigengruppen im gesamten Konto. Da verliert man schnell den Überblick.
8. Mangelnde Ausrichtung auf die Zielgruppe: Triff den Nerv deiner Kunden
Eine genaue Ausrichtung auf die Zielgruppe ist entscheidend. Definiere genau, wer deine potenziellen Kunden sind, und richte deine Anzeigen dementsprechend aus. Vermeide es, zu breit zu streuen, um Streuverluste zu minimieren und deine Anzeigen effektiver zu gestalten.
Zielgruppen einrichten bei Google Ads
Hier ist eine kurze Schritt-für-Schritt- Anleitung, wie du Zielgruppen in Google Ads erstellen kannst:
- Melde dich bei deinem Google Ads Konto an.
- Wähle die Kampagne aus, für die du eine Zielgruppe erstellen möchtest.
- Klicke im linken Menü auf „Zielgruppen & Ausrichtung“ und dann auf „Zielgruppen“.
- Auf der Zielgruppen-Seite klickst du auf den blauen Button mit dem Pluszeichen, um eine neue Zielgruppe zu erstellen.
- Du kannst jetzt zwischen verschiedenen Zielgruppentypen wählen, darunter „Affinitäten und Lebensereignisse“, „Demografische Merkmale“, „In-Market-Zielgruppen“ und mehr. Wähle den Typ, der am besten zu deinen Kampagnenzielen passt.
- Je nach Zielgruppentyp kannst du spezifische Einstellungen vornehmen, z. B. die Auswahl bestimmter Interessen, demografischer Merkmale oder In-Market-Segmente. Passe die Einstellungen an deine Zielgruppenanforderungen an.
- Du kannst Gebotsanpassungen vornehmen, um die Bedeutung deiner Zielgruppe in Bezug auf die Anzeigenauslieferung anzupassen. Dies ermöglicht es dir, mehr oder weniger für bestimmte Zielgruppen zu bieten. Dieser Schritt ist allerdings optional.
- Nachdem du deine Zielgruppen-Einstellungen vorgenommen hast, klicke auf „Speichern“. Überprüfe dann deine erstellte Zielgruppe, um sicherzustellen, dass alle Einstellungen korrekt sind.
9. Ignorieren von Conversion-Tracking: Messbarkeit für den Erfolg
Das Conversion-Tracking ist ein entscheidender Aspekt deiner Kampagnen. Ohne zu wissen, welche Aktionen Nutzer auf deiner Website ausführen, kannst du den Erfolg deiner Anzeigen nicht angemessen messen. Implementiere Conversion-Tracking-Codes auf deiner Website oder synchronisiere Google Ads mit Google Analytics 4, um wichtige Daten zu sammeln und deine Kampagnen zu optimieren.
Ein häufig übersehenes Problem seit der Verschärfung der Datenschutzvorgaben in der EU: Fehlendes oder fehlerhaft implementiertes Consent Management verhindert, dass Conversions vollständig erfasst werden. Ohne aktive Zustimmung des Nutzers für Werbe-Cookies (ad_storage) kann Google Ads keine Conversions messen — die Kampagnensteuerung arbeitet damit auf einer falschen Datenbasis. Stelle sicher, dass dein Consent Management Platform (CMP) korrekt mit dem Google Consent Mode v2 verknüpft ist, der seit März 2024 für alle EU-Werbetreibenden verpflichtend ist.
Gerne helfen wir dir bei der Einrichtung deines Conversion-Trackings. Sprich uns einfach an!
10. Fehlende Analyse und Optimierung: Kontinuierliche Anpassung für langfristigen Erfolg
Ein kontinuierlicher Analyse- und Optimierungsprozess ist entscheidend für den langfristigen Erfolg deiner Google Ads Kampagnen. Überwache regelmäßig deine Kennzahlen, identifiziere Schwachstellen und optimiere deine Anzeigen entsprechend. Der Online-Markt verändert sich ständig, und deine Kampagnen sollten sich anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
11. Performance Max ohne saubere Asset-Gruppen schalten
Performance Max (PMax) ist seit 2022 Googles bevorzugtes Kampagnenformat — und gleichzeitig einer der häufigsten Fehler moderner Google Ads Konten. PMax bespielt automatisch alle verfügbaren Google-Inventare gleichzeitig: Suche, Display, YouTube, Gmail, Maps und Shopping. Das klingt effizient, hat aber einen entscheidenden Haken: Ohne sauber befüllte Asset-Gruppen mit hochwertigen Texten, Bildern und Videos entscheidet Google allein, wie und wo dein Budget eingesetzt wird — oft zulasten von Kanälen, die tatsächlich konvertieren.
Häufige PMax-Fehler:
- Asset-Gruppen werden mit Standardtexten und Platzhalterbildern befüllt
- PMax und bestehende Suchkampagnen konkurrieren um dieselben Keywords — PMax gewinnt dabei fast immer
- Kein Ausschluss von Brand-Keywords, obwohl eine separate Brand-Kampagne läuft
- Keine Zielgruppensignale hinterlegt, die Google bei der Aussteuerung orientieren
Performance Max ist ein mächtiges Format — aber nur, wenn er mit klarer Strategie, vollständigen Assets und sauberem Conversion-Tracking aufgesetzt wird.
Fazit
Indem du diese 11 häufigen Google Ads Fehler vermeidest und eine kontinuierliche Optimierungsstrategie implementierst, legst du den Grundstein für nachhaltigen Erfolg. Nutze die vielfältigen Tools und Funktionen von Google Ads, um das Beste aus deinem Budget herauszuholen und deine Online-Präsenz effektiv zu steigern. Nur durch eine ganzheitliche Herangehensweise kannst du sicherstellen, dass deine Anzeigen im stetig wachsenden Wettbewerbsumfeld die gewünschte Wirkung entfalten.
Unsere Google Ads Experten von netkin unterstützen dich gerne bei der Optimierung deiner Kampagnen und decken für dich noch unentdeckte Schwachstellen auf. Nimm gerne Kontakt mit uns auf und lasse dich unverbindlich beraten!
Quellen
https://neilpatel.com/de/blog/7-todliche-adwords-fehler-die-dich-pleite-machen-und-wie-man-sie-repariert/
https://neilpatel.com/de/blog/google-ads-kampagne-fehler-vermeiden/
https://zapier.com/blog/google-ads-mistakes/
https://www.searchenginejournal.com/google-ads-common-mistakes/391058/
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