Wer ist eigentlich netkin?

Von
In Im Interview
Alexander Löher

Social Media Manager Alexander Löher, Foto: Tom Lanzrath

Ein kurzes Interview mit unserem Social-Media-Manager Alex

Wir bei netkin sind eine Agentur für digitales Marketing. Wir arbeiten also in einer Branche, die es noch nicht gab, als unsere Eltern jung waren. Um die Fragen endlich mal aus der Welt zu schaffen,  was der Junge eigentlich beruflich macht, haben wir ihm einen Fragebogen unter die Nase gehalten und gesagt: So, ausfüllen! Das kam dabei heraus:

Was ist deine Aufgabe bei netkin?

Bei netkin kümmere ich mich vorrangig um Social-Media-Optimierungen. Dazu sind allerdings auch nicht selten meine Dienste als Ideen- und Impulsgeber gefragt, weil ich dank meiner Tätigkeiten auch abseits des digitalen Marketings öfter mal einen anderen Blick auf die Bedürfnisse und den Workflow im Agenturalltag habe. Zusammenfassend kann man mich also einen „Social-Media-Manager mit besonderen Anforderungen“ nennen.

Wo liegen deine professionellen Wurzeln?

Ich habe in Köln an der Uni studiert. Auf dem Abschlusszeugnis steht, dass ich in Germanistik, Geschichte und Geographie einen Magister habe. Während des Studiums habe ich bereits beim Radio gearbeitet, was ich auch immer noch tue. Dazu kam eine Medientrainerausbildung, auf dessen Grundlage ich immer mal wieder Seminare, hauptsächlich für Schüler und junge Studenten, gebe. Seit einiger Zeit schreibe ich auch als Autor für Comedyformate. Das kommt mir alles zugute, denn Online-Marketing ist ja auch irgendwie von allem etwas.

Seit wann bist du auf Facebook aktiv?

Bei Facebook bin ich seit 2008, ich war da noch Student und – ehrlich gesagt – etwas überfordert von den vielen Möglichkeiten. Eigentlich hatte ich damals vor, eine Agentur für Studivz-Marketing zu gründen. Ich hatte sogar schon einen Namen, Gruschel-Ads. Glücklicherweise habe ich mich dann doch noch mit Facebook zurechtgefunden und konnte das sinkende Schiff „StudiVZ“ vom Eis-…äh Zuckerberg aus salutierend verabschieden.

Livevideo oder 360° Foto?

Livevideos sind eigentlich ganz cool, aber echt nur was für Profis. Es ist ja nicht umsonst so, dass in den kommerziellen Medien nur ausgebildete Moderatoren oder Autoren vor die Kamera gelassen werden. Wenn ich beispielsweise sehe, wie viele Live-Videos mit einer Kommentierung der eigenen Unsicherheit beginnen „Bin ich jetzt drauf?“ oder „…ach, das läuft ja schon?!“ dann denke ich, dass ein 360°-Foto für viele die bessere Lösung gewesen wäre. Aber wenn ein Konzept vorhanden ist und die Person vor der Kamera weiß, was sie tut, dann kann es live echt ein Mehrwert sein.

Was würdest du Zuckerberg fragen, wenn du ihn träfest?

Ich würde Mark Zuckerberg fragen, ob er das alles rückgängig machen würde, wenn er könnte. Damit meine ich, ob er vielleicht sein Leben als nerdiger Student vermisst oder lieber als anonymer Mitarbeiter in einer IT-Firma sein Leben bestreiten möchte. Ich persönlich stelle mir das schon sehr speziell vor als Gründer des größten Netzwerks der Welt so vehement in der Öffentlichkeit zu stehen. Einfach mal mit Kumpels einen trinken gehen ist da wohl nicht. Und ich wollte auch von ihm wissen, ob er schon mal ein richtig schönes Mettbrötchen gegessen hat.

Wie sähe die Welt ohne Facebook aus?

Eigentlich ein nicht mehr vorzustellendes Szenario. Aber ohne Facebook hätten Unternehmen nicht die Chance, so direkt und unverblümt mit ihren Kunden und ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten. Außerdem wären wir dann wohl nie in den Genuss gekommen, einen echten Shitstorm zu erleben.  Ich glaube, es hätten sich dennoch Wirtschafts- oder Branchennetzwerke gebildet. Wahrscheinlich hätte es nach StudiVZ und MeinVZ weitere Portale gegeben, auf denen man sich als Unternehmen präsentieren kann.

Was würdest du dem Betreiber einer Facebook-Fanseite empfehlen?

Es gibt viele Dinge, auf die man bei der eigenen Facebook-Fanpage achten sollte. Allerdings ist das Wichtigste, dass man das, was man macht, mit einem Konzept, aber auch mit Leidenschaft tut. Ein schwacher Auftritt bei Facebook wird schnell als solcher erkannt und ist dann eher kontraproduktiv. In unserer Branche heißt es ja auch immer so schön: Facebook ist Chefsache und nichts, was der Praktikant machen sollte.

Auf welchen Kanälen bist du unterwegs?

Ich persönlich benutze Twitter, Facebook und Instagram. Allerdings bin ich da eher stiller Mitleser, denn beruflich bin ich da ja schon unterwegs, so dass mir nach Feierabend die Muse fehlt, in den Netzwerken zu performen. Die Energie spare ich mir für unsere Kunden auf.

Vielen Dank, Alex.

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