„Dimme das Licht!“ via Google Assistant

Google Now bekommt einen Nachfolger, der dazulernt. Der Google Assistant.

Lange Zeit hießen Assistenten James oder Johann, waren fein gekleidet und dienten in pompösen Herrenhäusern. Bald kann fast jeder einen persönlichen Assistenten haben, er muss nur ein internetfähiges Endgerät besitzen und sich nicht scheuen, dort seine Kommandos einzusprechen. Egal ob nun Siri, Cortana, Alexa oder Googles Home: Intelligente Sprachassistenten sind auf dem Vormarsch.

Der Google Assistant zum Beispiel ist ein persönlicher Assistent des Suchmaschinenkonzerns für Android, Google Home und den Messenger Google Allo, der sowohl gesprochene als auch herkömmlich mit den Fingern eingegebene Sprache empfängt und verarbeitet. Die Anwendung ist der Nachfolger von Google Now.

Intelligenter als mancher Freund

Das begeisternde Novum beim Sprung von Google Now zum Google Assistant ist wohl die ihm gegebene künstliche Intelligenz. Das Programm lernt seine Anwender im Laufe der Zeit besser kennen und passt sich seinen oder ihren individuellen Interessen an. Darüber hinaus sind dialogähnliche Unterhaltungen möglich, in denen sich der Google Assistant den Kontext der Unterhaltung behält. Das kann nicht jeder. Konkret sieht das dann so aus, dass der interessierte Nutzer Fragen stellen kann, die er dann immer wieder präzisiert.

„Wer spielt bei Dortmund im Sturm?“ „Wer ist Marco Reus?“ „Wie alt ist er?“ „Wie groß ist er?“

Der Google Assistant kann allerdings noch viel mehr. Hier ist eine Auflistung, die zeigt, was alles in dem neuen besten Freund steckt. Da dieser auch im neuen Google Home integriert ist, sind dort auch einige Funktionen zur Behaglichkeitssteigerung in den eigenen vier Wänden zu finden.

Google Home: Jetzt kommt Leben in die Bude

Das Konzept hinter Google Home ist ziemlich easy: Es handelt sich um einen flotten Lautsprecher der zusätzlich über Mikrofone verfügt und ständig auf die Stimme des Nutzers hört und auf das Kommando „OK, Google“ wartet. Einmal angesprochen wird der Google Assistant aktiv und beantwortet die Anfrage bzw. führt die Aufgabe aus. Das funktioniert sehr ähnlich wie auf dem Smartphone, nur dass im Google Home auch noch die Steuerung des Eigenheims integriert ist.

Google Home kann beispielsweise das Licht dimmen, die Heizung ansteuern oder den Fernseher bedienen. Voraussetzung ist aber immer, dass die Geräte miteinander verbunden sind. Das Internet der Dinge kommt also langsam auch in unseren Wohnzimmern an. Die Markteinführung in Deutschland kann nämlich nicht mehr lange dauern, denn der Suchmaschinen-Riese sieht dafür das erste Halbjahr 2017 vor.

Geschäftsmodell von Google in Gefahr?

Durch die Sprachsuche wird sich Einiges bei den großen Suchmaschinen und deren Geschäftsmodellen ändern müssen. Das Suchmaschinen-Unternehmen zeigt zum Beispiel derzeit vorwiegend Werbung in seinen Suchergebnissen, auf Plattformen wie YouTube oder über sein Werbenetzwerk AdSense an. Audio-Werbung zählt derzeit noch nicht zum Geschäftsmodell des Suchmaschinenkonzerns. Im Hause Google ist man sich allerdings auch einig, dass da in den nächsten Jahren einige Veränderungen anstehen müssen. Insgesamt gehen die Internetdurchsucher aus Kalifornien aber davon aus, dass durch die Sprachsuche mehr Suchanfragen eingehen werden als vorher. Das Geschäftsmodell ist also nicht in Gefahr, es wird sich nur etwas umstellen müssen.

Und nun?

Google Home und der integrierte Assistant sind eine sinnvolle Erweiterung für jedes Zuhause.

Wer den Kauf nicht scheut, bekommt eine ortsunabhängige Sprachsteuerung in die Hosentasche und auch später ins Wohnzimmer, die sich ständig weiterentwickeln wird und in Zukunft sicherlich auch mit Smartphones anderer Hersteller kompatibel ist. Es ist die direkte Schnittstelle zum Konsumenten. Einkaufen ist per Sprache möglich und die Bedienung der Assistenten ist nicht nur denkbar einfach, sondern bietet ein neues Sucherlebnis per Sprachsteuerung.

Bis zum Zeitpunkt der reibungslosen Sprachsuche haben wir ja noch James und Johann. Und die können im Zweifel noch selber kochen und sind diskret.

Quellen:

https://www.homeandsmart.de/google-assistant
https://www.googlewatchblog.de/2017/04/weniger-warum-idee-google/
https://www.googlewatchblog.de/2016/11/ok-google-bedroht-sprachsuche/
https://madeby.google.com/home/features/#?filters=home,manage,answers,plan,fun,entertainment&feature=

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