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10 Gründe, warum nach 6 Monaten Social Media eingestellt wird

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„Wir posten fast jeden Tag etwas bei Linkedin, aber es passiert einfach nichts“. So oder so ähnlich könnte die Aussage des Social Media Managers aussehen, wenn nach ca. 6 Monaten das Social Media Marketing wegen ausbleibenden Erfolgs eingestellt wird. Der Grund: Es passiert einfach nichts.

Hinter „Es passiert einfach nichts“ kann sich inhaltlich vieles verbergen. Keine Leads, keine Abverkäufe, keine neuen Follower, wegfallende Abonnenten oder Fans, kaum Likes, Shares, kein Applaus, kaum Interaktion mit den veröffentlichten Posts.

Und was ist eigentlich mit Erfolg auf Social Media gemeint?

Es stellt sich auch nicht mehr die Frage, inwiefern soziale Medien für das eigene Marketing wichtig sind. Heute stellen wir uns die Frage, inwiefern können wir mit dem Mitbewerber mithalten, dessen Strategie unglaubliche Zahlen erzielt. Wollen wir uns eigentlich am Mitbewerber messen?

Mit diesem Beitrag möchten wir dazu anregen, deine Social Media Strategie zu überdenken, neu anzugehen oder anzupassen, um erneut Anlauf zu nehmen.

30 Sekunden Fakten

1. Wie sehen deine Erwartungen aus?

In vielen Fällen gehen Social Media Manager mit falschen Erwartungen an das Management heran. Das gilt für kleine mittelständische Unternehmen als auch für Großunternehmen. Sobald die neue Facebook-Seite bereit steht bespielt zu werden, zeichnen sich die ersten inhaltlichen Trends ab.

Der Feed sieht wie ein einziger Werbekanal aus. Produktbezogene Beiträge ja, aber nicht ohne eine inhaltliche Strategie oder ein Ziel: Was soll der Post bewirken? Erwartest du vom Nutzer, dass er das Produkt direkt kauft? Möchtest du den Nutzer auf deine Website ziehen? Möchtest du eher, dass dein Beitrag geteilt wird und von vielen Menschen gesehen wird (Reichweite)? Möchtest du direkt alles auf einmal?

TIPP

Überprüfe deine Erwartungen an das Social Media Management und definiere Ziele in monatlichen und vierteljährlichen Abschnitten.

Eines der ersten Ziele kann sein, zunächst die Community aufzubauen, die Followerzahl zu erhöhen und zu festigen.

2. Was bedeutet denn eigentlich Erfolg in den Sozialen Medien?

Viele Unternehmen arbeiten mit einer sorgfältig geplanten Strategie. Dabei werden Beiträge nach einem 4-Augen-Prinzip geprüft und für gut befunden. Oder auch nicht, weil diese Prüfung gar nicht stattfindet oder im Echtzeitmarketing gar nicht machbar ist.

Aber in den Grundzügen steckt unterm Strich ein messbares Ziel. Wenn dieses Ziel durch den Social Media Manager und durch das ganze Social Media Team erreicht wird, dann können wir zu recht von einem Erfolg sprechen. Diese Ziele werden meist in Form von Zahlen formuliert und können abhängig von Produkt oder Dienstleistung unterschiedlich aussehen:

TIPP

Überprüfe deine Erwartungen an das Social Media Management und definiere Ziele in monatlichen, vierteljährlichen und jährlichen Abschnitten.

Eines der ersten Ziele bei einem Neustart kann sein, zunächst die Community aufzubauen, die Followerzahl zu erhöhen und zu festigen. Bei einer Fortführung kann eine neue Content-Strategie den Aufwärtstrend bewirken.

3. Was deine Zielgruppe von dir erwartet

Gratuliere, du kennst deine Zielgruppe. Aber weißt du konkret, was deine Zielgruppe von dir, deinem Unternehmen oder von deinen Beiträgen erwartet? Wechselst du ständig die Ansprache zwischen „Sie“ und „Du“?

Verwendest du die Sprache der Zielgruppe? Oder muss die Ansprache gar nicht angepasst werden? Erwartet deine Zielgruppe von dir hübsche Posts mit abgewandelten Werbesprüchen?

TIPP

Überprüfe, ob du deine An(sprache) anpassen musst, denn diese könnte im B2B- oder B2C -Bereich  völlig anders aussehen. Deine Zielgruppe erwartet in jedem Fall Authentizität, die sehr schnell verloren gehen könnte, wenn zu viele Stockfotos verwendet werden.

4. Welche Social Media Kanäle hast du ausgewählt?

Den richtigen Social Media Kanal zu wählen hängt von deinen gesetzten Zielen ab. Handelt es sich um ein Produkt, dass die größtmögliche Aufmerksamkeit verlangt? Ist es wirklich notwendig mehr als drei Kanäle zu verwalten und dabei keinen wirklich zu 100% zu betreuen?

Und was sagen dir deine Google Analytics Daten. Woher akquirierst du deine qualifizierten Besucher?

TIPP

Je mehr Kanäle du betreust, desto höher die Wahrscheinlichckeit, dass du den Überlick verlieren könntest, sofern du die Kanäle komplett alleine betreust. Bediene dich der verfügbaren Tools, mit denen du viele Kanäle teilweise automatisiert verwaltest, Beiträge planst und veröffentlichst. Und arbeite auch mit Analyse-Tools die dir sagen, wie es um deine Besucher steht.

5. Gibt es falschen Content?

Es gibt natürlich falschen Content. Aber es geht eigentlich vielmehr darum, ob dieser der Zielgruppe gefällt. Und meist geht es auch darum, wie wir dem Nutzer diesen Content servieren. Also geht es konkret darum, wie du den Content präsentierst. Denn auch vermeintlich falscher Content könntest du fabelhaft an deine Zielgruppe verkaufen.

TIPP

Teste verschiedene Formate in deiner Zielgruppe, um den besten Content zu ermitteln. Wie, wann und was veröffentlichst du auf deinen Kanälen? Bewegtbild wie Videos (YouTube) oder Facebook- und Insta-Stories gehören aktuell und auch in der Zukunft zu den best performenden Formaten im Social Media Marketing. Das beweist auch aktuell das Social Network aus China namens Tik Tok – eine Plattform, die seinen Nutzern eigens produzierte Minivideos erlaubt.

6. Personelle Besetzung des Social Media Channel Managements

Wählen wir ein Team für die Social Media Kanäle, das die Kanäle eher als Neuland sieht? Wählen wir jemanden, der sich eher für Zahlen interessiert?

Nicht selten wird der Social Media Kanal innerhalb eines Unternehmens von Menschen besetzt, die das Unternehmen kaum kennen. Oder auch die Möglichkeiten des Kanals gar nicht ausschöpfen.

Wenn der ideale Kandidat für die Position des Social Marketings gefunden werden soll, dann sollte die Wahl auf jemanden fallen, der Social Media lebt, sich mit den Werten des Unternehmens identifiziert und die Ziele erreicht.

Tipp

Die Mischung aus Authentizität, Motivation, Freude und kommunikativer Stärke machts. Die Person sollte sich natürlich in den Sozialen Medien wohlfühlen, die entsprechenden Features kennen und die Key Performance Indicators lesen und auswerten. Er, sie oder das Team sollte nach Möglichkeit die Klaviatur der jeweiligen Sprache beherrschen. Der Manager sollte auch ein Gefühl für effektive Posts entwickeln können und in prikären Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Du suchst jemanden für das Social Marketing, jemand, der sich um den Aufbau und das Community Management kümmert? Dann melde dich gerne bei uns unter 0221 669 514 23 (Ansprechpartner:in Social Media Agentur).

7. Paid Advertising?

„Das ist kein Hexenwerk“ wie einst mein ehemaliger Arbeitgeber zu verstehen gab, kannst du selbst Facebook-Werbung schalten. Du kannst auch selbst LinkedIn -Werbekampagnen einrichten. Und! Du könntest auch selbst dein Auto lackieren oder selbst deine Wände tapezieren. Das Ergebnis wird jedoch immer ein anderes sein.

Lohnt es sich denn Facebook Ads zu schalten? Das hängt von dem zur Verfügung stehenden Werbebudget ab und den damit verbundenen Zielen. Was soll wie lange beworben werden? Sollen Leads generiert werden? Sollen Website-Zugriffe gesteigert werden?

Meist ist die Bezahlvariante eine dauerhafte Strategie, aber sie kann beispielsweise auch punktuell ein effektives Instrument für das Eventmarketing sein, um Besucher auf eine Warteliste für ein anstehendes Event zu setzen.

TIPP

Investiere in jemanden, der sich damit auskennt und das schon länger praktiziert. Bei bezahlter Werbung geht es auch vor allem darum, das Werbebudget gezielt einzusetzen. Hier werden insbesondere Metriken ausgewertet, die die jeweilige Kampagne zum Erfolg führen sollen. Anhand der Metriken wird etwa beurteilt, ob eine neue Landingpage erforderlich ist, oder ob das Werbeformat überdacht werden sollte.

8. Kein Budget fürs Social Media Marketing?

Die Ambitionen für die Präsenz in den Social Media Kanälen sind da. Doch dieses Engagement deckt sich meist nicht mit dem verfügbaren Budget. Ein kleines Budget für bezahlte Werbung und wenig Budget für personelle Ressourcen.

Wenn das Ziel lautet initial Aufmerksamkeit für ein neues Produkt zu bekommen, dann sollte zumindest über eine Online Werbkampagne nachgedacht werden. Denn dieses Produkt bekommt auf diese Weise gezielt und innerhalb kürzester Zeit die ungeteilte Aufmerksamkeit vieler Menschen. Egal, ob regional oder landesweit.

Zudem lassen sich viele Schlüsse über Besucher und die Website ziehen, die sich aber erst nach der Kampagne erschließen lassen.

Mangelndes Budget ist natürlich ein Faktor, der die Social Media Aktivitäten sukzessive zum Erliegen bringt.

TIPP

Es funktioniert auch ohne Werbebudget, aber dann sprechen wir automatisch von einer anderen Herangehensweise. Es ist möglich datenbasiert und mit wenig Mitteln große Ziele zu erreichen. Lies dazu unseren nächsten Artikel zum Thema „Growth Marketing“.

9. Zeitlicher Rahmen zu klein?

Es gibt eigentlich keine Zeit sich dem Thema Social Media zu widmen?

So sieht ungefähr der Aufwand aus, die smarte Social Media Arbeit beinhaltet. Einige Tätigkeiten verstehen sich als einmalig, andere wiederum als fortlaufend:

Beispiel bezahlte Werbung auf Facebook:

Richtig, es gibt neben dem operativen Geschäft eigentlich wenig Zeit für Social Media.

TIPP

Schau doch mal, inwiefern dir Social Media in deiner Online Marketing Strategie weiterhilft. Wenn eigentlich wenig Zeit fürs Content erstellen, planen und veröffentlichen bleibt, dann überdenke deine Strategie. Lass deine Wände von einem Profi streichen!

10. Den ROI errechnen

Lohnt sich Social Media? Der Ertrag, der durch die investierte Zeit am Ende übrigbleibt ist genau das, was wir am Ende erzielen möchten: Den Return of Investment. Welchen Umsatz generieren wir im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.

TIPP

Lass dir im Vorfeld den ROI für deine Social Media Bemühungen errechnen, dann weißt du, wie viel deine mühevolle Arbeit am Ende Wert war. Mehr dazu in einem anderen Blog! Bleib also dran..

Take away Erkenntnisse

Wenn der Elan und die Motivation nach zirka 4-6 Monaten allmählich verschwinden, dann ist es normal, wenn vorschnell die Aktivitäten auf Facebook und Co eingestellt werden.

Zudem reicht es nicht aus, einfach einen Post abzusetzen. Letztendlich merkt man schnell, dass die Kommunikation in den Netzwerken kaum bis keine positive Resonanz erzeugt. Und genau das liegt in den folgenden 4 Punkten verwurzelt.

Hier in der Zusammenfassung:

  1. Ziele werden nicht erreicht, weil gar keine Ziele gesetzt wurden
  2. Die Einstellung und Erwartungshaltung ist verzerrt
  3. Social Media wird nicht gelebt…
  4. Eine inhaltliche Linie ist nicht erkennbar, weil gar keine inhaltliche Strategie skizziert wurde
  5. Dem Social Media Feed fehlt es an Interaktivität, weil gar keine Impulse dafür gesetzt werden

Informiere dich über unsere Social Selling Skills. Das Team von netkin hilft dir bei deiner inhaltlichen Strategie und setzt neue Impulse!

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