Internationale Start-Up Konferenz: Pirate Summit 2017

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Pirate Summit 2017

Europas Start-Up Helden strömen nach Köln

Der Pirate Summit gilt seit 2011 als das jährliche Highlight unter rund 1.000 ausgewählten enthusiastischen Gründern und europäischen Early-Stage-Investoren. Mehr als 80 Nationen treffen sich für zwei Tage auf Kölns berühmtesten Künstler-Schrottplatz. Im Fokus der Veranstaltung liegen junge Start-Ups, deren innovative Ideen als neugegründete Unternehmen noch finanzielle Unterstützung benötigen.

Da sich keiner der Teilnehmer ein Ticket kaufen kann, sondern nach einer Bewerbung auf eine Einladung der Veranstalter hoffen darf, kann Pirate Summit von sich behaupten Jahr für Jahr einen außergewöhnlichen Mix an Teilnehmern und Investoren zu kreieren. Ziel ist es, die junge Gründerszene auf Augenhöhe mit potenziellen Geldgebern in Kontakt kommen zu lassen und großartige Ideen unkonventionell am direkten Weg zu fördern.

Ein effektives Netzwerk aus Start-Up Szene und Influencer möchte man eigentlich in einer besseren Gegend der Stadt vermuten, denn die Straßen zum Gelände der Pirate Summit führen quer durch altes, etwas verwahrlostes Industriegelände mit einem Hauch Rotlicht Flair. Definitiv kein Zufall ist der stark ähnelnde Vergleich zum amerikanischen Pendant, dem Burning-Man-Festival, denn gleich zu Beginn des Events wird am ersten Abend eine überdimensionale Holzfigur verbrannt. Die Kulisse könnte skurriler nicht sein, feiert sich die Szene an diesem Abend doch ein Stück weit selbst. Nur ist der Ort des munteren Treibens nicht Nevada, sondern Köln-Nippes.

Créme de la Créme der Start-Up Szene

Till Ohrmann, der Initiator des Pirate Summit hat während der vergangenen sechs Jahre schon einiges erlebt und versorgt seine Piraten-Gäste am Eingang mit warmen Socken und einer Augenklappe. Anfangs noch sehr klein und überschaubar, platzt das Festival inzwischen aus allen Nähten. Elitär wirkt das Event nicht gerade, doch bei genauerem Hinsehen versammelt sich die Créme de la Créme der Start-Up Szene, Netzwerker und Influenzer sowie rund 30 Prozent höchst interessierte Investor-Vertreter. Mitmachen kann längst nicht jeder und an internationaler Reputation fehlt es dem Pirate Summit schon längst nicht mehr.

Qualität ist die tragende Säule des gesamten Events, etwa die Hälfte aller Bewerber werden in Mini-Pirate-Summits einer Vorauswahl unterzogen. Netzwerken gehört für die jungen Gründer zu ihren Unternehmen, wie die Luft, die sie zum Atmen dringen brauchen – also suchen sie in der Frühphase des Start-Ups potenzielle Geldgeber mit Einfluss, Charme und Perspektive.

Rein äußerlich ist den wenigsten Investoren ihre enorme Wichtigkeit anzusehen, jeder duzt sich, die Kleidung verspricht leger zu sein und den weit verbreiteten geschäftstypischen Verhaltenskodex sucht man hier vergeblich. Trotzdem werden auf dieser Veranstaltung große Entscheidungen getroffen. Mit den neuesten digitalen Entwicklungen für die Anwalts- und Versicherungsbranche werden vernetzte Geschäftsmodelle großzügig unterstützt.

Brauchen Start-Ups überhaupt Geld von außenstehenden Gönnern oder ist es für sie gesünder aus eigener Kraft zu wachsen? Eine intensive und völlig kontrovers geführte Diskussion auf dem Pirate Summit. Unter den heurigen Rednern befinden sich die kreativsten Köpfe in den Bereichen Online-Marketing, Social Media, Travel, Investment und einige Tech-Visionäre. Netzwerken in einer völlig digitalisierten Welt – sie zeigen es vor.

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