Display Marketing

Teilen

Was ist Display Marketing?

Display Marketing ist eine Form des Online-Marketings, bei der visuelle Werbemittel wie Banner, Videos, Rich Media und andere multimediale Inhalte auf verschiedenen Webseiten und Plattformen geschaltet werden, um die Aufmerksamkeit der Nutzer auf ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Marke zu lenken. Es ist ein wichtiger Teil des digitalen Marketings und basiert häufig auf dem Cost-per-Click (CPC), Cost-per-Impression (CPM) oder Cost-per-Acquisition (CPA) Modell.

Vorteile von Display Marketing

  1. Reichweite: Display-Marketing ermöglicht es Unternehmen, eine große Anzahl von potenziellen Kunden über verschiedene Webseiten und Plattformen zu erreichen, was die Markenbekanntheit und das Interesse an Produkten oder Dienstleistungen erhöht.
  2. Zielgruppenansprache: Display-Marketing ermöglicht es, gezielt bestimmte Zielgruppen anzusprechen, indem demografische, geografische oder verhaltensbezogene Kriterien verwendet werden. So können Unternehmen ihre Marketingkampagnen effizienter gestalten.
  3. Flexibilität: Display-Marketing bietet eine Vielzahl von Werbeformaten, wie z.B. Banner, Videos und Rich Media, die an verschiedene Geräte (Desktop, Mobile, Tablet) und Bildschirmgrößen angepasst werden können. Dadurch können Unternehmen ihre Botschaften kreativ und ansprechend präsentieren.
  4. Messbarkeit: Die Leistung von Display-Marketing-Kampagnen kann genau gemessen und analysiert werden, indem Kennzahlen wie Klickrate, Conversion-Rate und Return on Investment (ROI) erfasst werden. Dies ermöglicht Unternehmen, ihre Kampagnen kontinuierlich zu optimieren und bessere Ergebnisse zu erzielen.
  5. Branding: Display-Marketing kann effektiv dazu beitragen, das Image einer Marke aufzubauen und zu stärken, indem visuell ansprechende und einprägsame Werbemittel verwendet werden, die die Markenidentität widerspiegeln.

Welche Formate gibt es im Display Marketing?

Display Marketing umfasst eine breite Palette an Werbeformaten, die je nach Ziel und Zielgruppe eingesetzt werden:

  • Statische Banner: Klassische Bildanzeigen in standardisierten Größen (z.B. Leaderboard, Rectangle, Skyscraper). Einfach zu produzieren und weit verbreitet.
  • Animated Ads: Bewegte Grafiken im GIF- oder HTML5-Format, die mehr Aufmerksamkeit erzeugen als statische Banner.
  • Rich Media Ads: Interaktive Werbemittel, die Nutzer zum Klicken, Hovern oder Scrollen einladen – und so die Engagement-Rate deutlich erhöhen.
  • Video Ads: Pre-Roll-, Mid-Roll- oder Overlay-Videos auf Plattformen wie YouTube oder im Google Display Netzwerk.
  • Native Ads: Anzeigen, die optisch in den redaktionellen Kontext einer Website eingebettet sind und dadurch weniger aufdringlich wirken.
  • Responsive Display Ads: Google generiert diese Anzeigen automatisch aus bereitgestellten Texten und Bildern und passt sie an verschiedene Placements an.

Display Marketing vs. Suchmaschinenwerbung (SEA) – was ist der Unterschied?

Display Marketing und SEA verfolgen unterschiedliche Ziele und sprechen Nutzer in verschiedenen Phasen der Customer Journey an.

Bei SEA werden Anzeigen ausgespielt, wenn Nutzer aktiv nach einem Begriff suchen – die Kaufabsicht ist also bereits vorhanden. Display Marketing hingegen funktioniert nach dem Push-Prinzip: Werbemittel werden Nutzern gezeigt, bevor sie aktiv suchen, um Interesse zu wecken und Markenbekanntheit aufzubauen.

In der Praxis ergänzen sich beide Kanäle: Display-Kampagnen schaffen Awareness im oberen Funnel, SEA konvertiert die entstandene Nachfrage im unteren Funnel. Wer beide Kanäle kombiniert, erzielt in der Regel bessere Gesamtergebnisse als mit einem einzelnen Kanal allein.

Wie funktioniert die Zielgruppenansprache im Display Marketing?

Moderne Display-Kampagnen bieten präzise Targeting-Optionen:

  • Kontextuelles Targeting: Anzeigen erscheinen auf thematisch passenden Websites (z.B. eine Anzeige für Buchhaltungssoftware auf einem Steuerberater-Blog).
  • Interessens-Targeting: Nutzer werden auf Basis ihres bisherigen Surfverhaltens und ihrer Interessen angesprochen.
  • Remarketing: Besucher, die eine Website bereits kennen, werden auf anderen Seiten erneut mit Werbung angesprochen – ein besonders effektives Instrument zur Conversion-Steigerung.
  • Demografisches Targeting: Alter, Geschlecht, Haushaltseinkommen oder Elternstatus können als Filterkriterien genutzt werden.
  • Placement Targeting: Werbekunden wählen gezielt bestimmte Websites oder Apps aus, auf denen ihre Anzeigen erscheinen sollen.

Was kostet Display Marketing?

Die Kosten variieren stark je nach Abrechnungsmodell, Branche und Wettbewerb. Im Google Display Netzwerk liegen CPM-Preise (Kosten pro 1.000 Impressionen) oft zwischen 0,50 € und 3,00 €, CPC-Preise (Kosten pro Klick) typischerweise deutlich unter denen in der Suche. Für B2B-Zielgruppen mit spezifischem Targeting kann es teurer werden.

Ist Display Marketing auch für B2B geeignet?

Ja, besonders für Branding und Remarketing. Im B2B-Kontext sind die Zielgruppen kleiner, weshalb kontextuelles Targeting und Remarketing besonders sinnvoll sind – etwa um Entscheider, die bereits die Website besucht haben, gezielt wieder anzusprechen.

Was ist der Unterschied zwischen Display Marketing und Programmatic Advertising?

Display Marketing ist der Oberbegriff für visuelle Online-Werbung. Programmatic Advertising bezeichnet die automatisierte, datengetriebene Form des Einkaufs von Display-Werbeplätzen in Echtzeit über sogenannte DSPs (Demand-Side-Platforms). Programmatic ist also eine Methode, Display-Anzeigen auszuliefern.

Meistgelesene Artikel

Glossar: Website-Traffic
SEA-Agentur Köln – netkin®
Was ist Webanalyse?
Glossar: Conversion Rate

Quellen:

Was ist Display-Marketing?
6 reasons why you should run Responsive Display Ads

« Zurück zum Glossar Index
Weitere Einträge finden
Suche

Mehr Erfolg für dein Online-Business